Lübeck 2022 - Ernestinenschule

Roots

Roots

Projektziel – Projektinhalt – Hintergrund

ROOTS ist ein interdisziplinäres Kunst- & Kulturprojekt für Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I und II im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Die erste Durchführung erfolgte im Kunst- und Ballettraum, sowie im naturnahen Außengelände der Ernestinenschule (Gymnasium) in Lübeck.

Das Projekt ROOTS untersucht die Thematik von Wurzeln und Wurzelgeflechten aus verschiedenen Blickwinkeln: gärtnerisch, kulturwissenschaftlich und ästhetisch. Seit zwei Jahren erleben wir eine Zeit, in der sicher geglaubte Gewohnheiten unmöglich wurden und alte Gewissheiten nicht mehr zutreffen. Die Frage nach einem 'woher' und 'wohin' ist für die Identitätsfindung und gesellschaftliche Teilhabe zentral. ROOTS richtet sich speziell an Jugendliche, also eine Altersgruppe, die sich im Entwicklungsprozess befindet. Die Fragen: Was gibt Sicherheit, in welche Richtung soll es weitergehen? werden ästhetisch erfahrbar gemacht und reflektiert.

Institution(en)

Ernestinenschule, Lübeck

Gruppengröße

15 Schüler*innen der Klasse 11

Rahmenbedingungen

Kunstraum, Gymnastik/Ballettraum, naturnahes Außengelände

Zeitumfang (in den verschiedenen Phasen)

8 Zeitstunden

Projektverlauf

Die Schülerinnen und Schüler bekamen zunächst verschiedene Wurzelarten zu sehen und zu ertasten. Die Kulturvermittlerin berichtete zum Hintergrund der Pflanzen, ihren Lebensräumen und Besonderheiten. Dabei gab es den wichtigen Denkanstoß, dass die Existenz sämtlicher Lebewesen nur im Zusammenhang mit anderem Leben möglich ist. Erste Analogien zum Menschen und „seinen Wurzeln“ wurden besprochen.
Im zweiten Teil wurde die Arbeit im Gymnastikraum fortgeführt. Ausgehend von der Vorstellung, man sei selber eine Pflanze im Pflanzenverbund, folgten Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen. Die SuS bewegten sich im Raum und versuchten als Pflanzen in der eigenen Art mit den anderen zu kommunizieren. Die Vorstellung, dass jede und jeder zum Netzwerk eines unterirdischen Wurzelgeflechts gehört, inspirierte schließlich zu intensivem Austausch und Erörterungen. Es kamen Fragestellungen wie: „Was braucht ein gutes Netzwerk, um zu funktionieren? Wann erleben wir ein Netzwerk als positiv und wann nicht?“

Im dritten Teil gab es im Kunstraum künstlerisch praktische Umsetzungen. Die Jugendlichen gestalteten ihre eigene Plastik unter der Fragestellung: „Was sind deine Wurzeln und was gibt dir Halt, was nicht?“ Es stand eine breite Materialpalette zur Verfügung, aus der die Teilnehmenden nach eigenem Belieben wählen konnten. Themenbezug und Gestaltung waren frei wählbar.

Projektabschluss / Dokumentation

Der vierte und letzte Teil widmete sich der Präsentation der entstandenen Arbeiten im Außenraum der Schule. Hier war die Aufgabe, einen Platz zu finden, der im Zusammenhang mit dem Objekt steht. Dort sollten die Werke positioniert werden. Zentral war ein beschreibendes Sehen und Befragen wie auch die Interpretation durch die Schüler*innen. Was macht der neue Raum, der neue Rahmen mit dem Objekt? Wie verändert sich die ästhetische Aussage? Nachdem alle Arbeiten ihren Platz gefunden hatten, wurden sie bei einem gemeinsamen Rundgang betrachtet und respektvoll ohne Wertung besprochen. So konnte eine offene Gesprächssituation entstehen, bei der alle zu Wort kamen. Zahlreiche Fotos wurden gemacht.

Hauptansprechpartner

Sandra Hansen          

Weitere Mitwirkende

Margret Kornagel

Verweise auf Begleitmaterialien

Keine

Sponsoren

Keine